Archive for März 2009


Twittern bis der Arzt kommt

März 27th, 2009 — 3:10pm

Kostenpflichtiges Twitter kommt - bitteschön. Wer diesen Informations-, Werbe- und Medienangeboten folgen möchte, kann dies ja tun. Darüber diskutieren zurzeit die anderen. Bin gespannt was da auf uns zu rollt. Lieb gewonnene Mittwitterer werden sich mit hashtags goldene Näschen verdienen und Followerzahlen riskieren. Ahnungslose Freizeit-Twitterer werden der Schleichwerbung beschuldigt, beschimpft und bestraft – ich male mir schon die verrücktesten Szenarien aus.

Was MICH gerade richtig nervt ist das automatische gleichzeitige Twittern von News über einen Kanal – da ist gleich die halbe “Seite” voll. Einzige mögliche Konsequenz: entfollowen.

Negativ aufgefallene Beispiele solcher körperlosen Twitterhelden, denen ich zur Feldforschung kurz followte:

http://twitter.com/netzeitung_de

http://twitter.com/dwworld

http://twitter.com/tagesschau
http://twitter.com/focusonline
http://twitter.com/heiseonline
http://twitter.com/weltonline
[...]

Positiv aufgefallen z.B.: http://twitter.com/zeitonline und http://twitter.com/tagesspiegel_de

Mein Tipp für “Profi”-Info-Twitterer: Infodichte/Penetration überdenken! Ihr verschickt doch auch nicht fünf Newsletter über einen Account an den gleichen Verteiler.

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Schnee und Graupelschauer

März 19th, 2009 — 2:26pm

Ist das nicht schön? Nää, wat is dat schön draußen! Wie so oft bin ich heute morgen mit meiner Lieblingsradiomoderatorin Diane Hilscher aufgewacht. Noch halb bewusstlos unter der Decke höre ich ihr dann immer vorsichtig zu und weiß nach nur wenigen Minuten: heute ist ein Gute-Laune-Tag oder ein ich-packe-doch-lieber-den-Schirm-ein-Tag. Frau Hilscher freut sich einfach so schön über den kleinsten Sonnenstrahl und jedes Vogelgezwitscher. Das freut mich natürlich auch.

So. Was wollte ich eigentlich damit sagen? Was war das Thema? Ach ja, ach du Scheiße! Heute morgen in der U-Bahn sagte eine Kollegin aus der Redaktion, dass uns am Wochenende Schnee und Graupelschauer drohen! SCHNEE! Ich hab die Nase voll von Schnee. (ähäm.)

Hab eben schnell mal die Wetterstation am Alex nach dem Wochenendwetter gefragt und bin wieder ganz ruhig. Viel zu warm für Schnee, keine Sorge. Aber Graupelschauer sind durchaus drin. Viele klitzekleine Graupelchen. Wir dürfen gespannt sein. Da koch ich dann ne Suppe von.

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Quality I possess some say I’m fresh

März 12th, 2009 — 12:16pm

Neujahrsmüdigkeit hat sich ENDLICH gelegt.

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Zigarettenkauf im Supermarkt

März 11th, 2009 — 10:47am

Gestern Abend an der Kaisers-Kasse in den Schönhauser Allee Arcaden: B möchte u.a. Zigaretten kaufen. Der Kassierer zieht die Waren über das Band und schaut bei den Zigaretten streng und intensiv zu mir rauf und bittet mich um meinen Personalausweis.

Unter großen Anstrengungen mir ein breites Grinsen zu verkneifen reiche ich ihm wortlos den Perso rüber. Nach einem kurzen Blick des freundlich vorbildlichen Kassierers darauf brechen wir gleichzeitig in Gelächter aus. So bin ich dann schmunzelnd und glücklich, einen fremden Menschen und mich selbst so banal und wortlos zum Lachen gebracht zu haben, mit einer großen Tasche voller Köstlichkeiten nach Hause geschlendert.

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Na, wie hieß denn der Film noch? Mit diesem Schauspieler da…

März 10th, 2009 — 11:14am

Oft schlender ich in der Videothek von einem Regal zum nächsten – von der Action-Ecke über die Comedy zur Ecke mit den deutschen und internationalen Filmen und wieder zurück.  Immer mit der Gewissheit “JA! Du wolltest doch noch so viele Filme sehen, welche denn jetzt? Welcher war das denn noch mal? Da hast du dich doch kürzlich drüber unterhalten… hmpf, wie hieß der noch? Mit diesem Schauspieler…”

Ich finde diese Filme nie – nie, wenn es darauf ankommt. Stattdessen nehme ich mir zwei Plastiknüpselchen einigermaßen vielversprechend klingender Filme mit, um mir gleich darauf vom freundlichen Videothekenmitarbeiter anzuhören. “Hey, bist du sicher, dass du Little Miss Sunshine und Control ausleihen möchtest? Die hattest du beide schon. Control im August am-”, “Ja, danke, nehm ich noch mal mit. Oder nee, warte, sorry, ich guck doch noch mal nach Filmen, die ich noch nicht kenne.”

Meine supernette Videothek hat mir wirklich nichts mehr zu bieten. Entweder weil es so ist oder weil ich nicht gezielt suchen kann. Aber morgen, morgen vergesse ich nicht nach “Lenin kam nur bis Lüdenscheid” zu suchen und zu fragen. Fällt mir gerade ein – den will ich schon seit Monaten gucken…

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Vorfreude auf die CeBIT

März 5th, 2009 — 6:54pm

Was habe ich mich am Montag über die CeBIT-Karten in meinem Briefkasten gefreut und was muss ich heute alles lesen, hm?! Hm?!

Netzeitung nörgelt zum Beispiel ganz süß “Die schwächste CeBIT seit ihrem Bestehen” und ich fahr hin. Da haste doch keinen Bock mehr.

Einziger Lichtblick für mich bleibt das Programm der Webciety, wie verrückt auf allem rumtippen was irgendwie nach Touchscreen aussieht, Blogger ärgern und IT-Freaks gucken.

NACHTRAG am 10.03.09:  Das war wirklich die langweiligste Messe auf der ich je war.  Kleine Stände, lieblose Screens auf Tische gestellt, gelangweilte Hostessen, ganz seltsame Besuchermischung, viel zu wenig Freaks, Webcietyprogramm (am Samstag Politik 2.0) mit leider unfähigem Moderator und daher langweilig bis peinlich.  Schade.

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Der Typ der nie übt

März 5th, 2009 — 9:45am

Ich kann es gar nicht oft genug posten.

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Damals, als die Sommer noch lang und sonnigwarm waren

März 4th, 2009 — 2:15pm

Eine der wohl bekanntesten Phobien ist die Arachnophobie. Die Angst vor Spinnen. Teilen kann ich diese jedoch nicht. Diese grazielen, vielfüßigen Tierchen sind doch nett anzuschauen. Na gut, nur solange sie nicht auf dem eigenen Körper krabbeln oder in unmittelbarer Nähe zu diesem.

An eine wirklich unangenehme Erfahrung kann ich mich jedoch gut erinnern. Es geschah in einem Sommer vor vielen Jahren… damals, als die Sommer noch lang und sonnigwarm waren. Ich befand mich im Haus meiner Fast-Schwiegereltern mitten im schönen Sauerland. Nach einem kühlen Getränk durstend, machte ich mich auf den Weg vom Wintergarten durch einen langen schmalen Flur Richtung Keller, als ich plötzlich im Augenwinkel etwas sehr Großes an der Wand rechts neben mir sitzen sah. Etwas direkt über meinem Kopf! Schreck. Ich regierte in Mikrosekundenschnelle: Ein spitzer Schrei! Gefolgt von sprungartiger Rückwärtsbewegung in Bückhaltung zurück zum Wintergarten.

Schwein gehabt. Dem Monster erst einmal entkommen.

“Das Problem” war ja nun noch nicht gelöst, also schaute ich mir “das Ding” aus sicherer Entfernung mal genauer an. Es war etwa handtellergroß, stark behaart und hatte große leuchtende Augen, die mich genau musterten. Mal ehrlich, es war von der unsympathischen Sorte. Ich hatte das Gefühl, es machte sich lustig über mich. Vorbei kam ich nicht – ich hätte zu nah daran vorbei gemusst und das bereitete mir Unbehagen (sogar bis heute). Also rief ich laut und verzweifelt nach Hilfe und einer Waffe.

Mein damaliger Freund, der sich irgendwo im Haus herumgetrieben hatte, kam relativ schnell auf mich zugelaufen und reagierte ebenfalls in Mikrosekundenschnelle. Nur das er aus Richtung Haus kam. So standen wir uns gegenüber, die Spinne in der Mitte, ihren Sieg und uns Angsthasen triumphierend belächelnd. Ich lachte laut über den großen kräftigen Kerl, der tatsächlich unter einer ausgewachsenen Arachnophobie litt und sich, wie ein misshandeltes Tier, winselnd und möglichst weit weg von dem Mistvieh an die Wand drückte.

„Schatz, HOL WAS! Irgendwas zum Draufkloppen!“ rief ich ihm zu, um uns aus dieser bedrohlichen Situation zu retten. „Das geht nicht! Das gibt nen Riesenärger, wenn da so große Flecken an der Wand sind.“ war die Antwort und er kam nach kurzer Zeit mit einem Staubsauger um die Ecke, schob mir das Rohr langsam zu und wich wieder zurück – die Spinne immer im Auge „Du saugst!“.

Ich zog den Sauger zu mir rüber, schaute ungläubig in die Saugöffnung, auf die Spinne, in die Saugöffnung, auf die Spinne. Unmöglich das Dingen da rein zu bekommen, aber einen Versuch war es schließlich wert. Der Durchgang vom Haus zum Wintergarten wäre wieder frei und ich würde als mutige Befreierin da stehen. Nach dem Einstöpseln und Anschalten des Geräts bewegte ich mich nun langsam und möglichst leise mit dem Staubsaugerrohr auf das Vieh zu. Auf halber Strecke musste es sich natürlich bewegen, was dazu führte, dass wir zwei todesmutigen Kämpfer laute, spitze Schreie von uns gaben und zusammenzuckten.

Beim erneuten Annäherungsversuch fiel Arachnida von der Wand und krabbelte den Flur entlang. Es half alles nichts, ich musste mich beeilen und handelte schnell! Zack, anvisiert und angesaugt.

Wie geahnt, passte die Spinne kaum durch die Staubersaugeröffnung und das Gerät gab verstopfte Schlurpskrchchrrrch-Geräusche von sich. Nach einigen Schlackerbewegungen mit dem Rohr, akustisch begleitet von Uaaahhh-oh-nein-jetzt-geh-doch-rein-da-Rufen, hörte man es an verschiedenen Stellen durch den Schlauch schlurpsen und dann war das Rohr ENDLICH wieder frei.

Den Staubsauger stellten wir vorsichtshalber in den Heizkeller, den man mit einer dicken, schweren Metalltür verschließen konnte. Wir waren gerettet.

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